„Der Hirten neue Kleider“

Thomas Oláh - Kostüm- und Bühnenbildner- ist gerade dabei die Kostüme für unser neues Programm „Ferngestört“ zu kreieren.

Christian Schwab stellt den Meister nun in einem - zugegebenermaßen etwas ungewöhnlichen - Porträt vor.

 

Anfang in Lafang!

Thomas Oláhs Kostümwerkstatt befindet sich in der Margaretenstrasse 41, im 4. Wiener Gemeindebezirk, meine Wohnung in der Schönbrunner Straße im 12. Bezirk, da ist es doch naheliegend, dass wir beide uns im  chinesischen Industrieort Lafang, zirka eine Autostunde  von Peking entfernt, treffen.

Hier wollen wir nämlich beide die Weisheit des großen Gelehrten Konfuzius widerlegen, der einst folgendes gesagt hat: „Geschickte Reden und ein zurechtgemachtes Äußeres sind selten ein Zeichen von Mitmenschlichkeit“. Konfuzius, der damals noch nicht wissen konnte, dass es einmal Thomas Oláh  und die Comedy Hirten geben wird, die beweisen wollen, dass man sowohl  mit einem pointierten Text, also geschickten Reden, als auch mit Kostümen von Thomas Oláh , also einem zurechtgemachten Äußerem, mitmenschlich agieren kann.

Um dieses Ziel zu erreichen, stehen wir also nun vor einer Brücke Lafangs und stellen uns zunächst die grundsätzliche Frage:

Wer ist Thomas Oláh? Und wie viele hat er schon ausgestattet?

Thomas Oláh kam 1966 zur Welt und war von der eigenen Nacktheit so erschrocken, dass er sich gleich nach Durchtrennung der Nabelschnur seinen ersten eigenen Strampelanzug entworfen hat. Er hat sich sein Talent quasi selbst in die Wiege gelegt.

Von der katholischen Knabenschule bis hin zum Studium an der Universität für Angewandten Kunst versuchte Thomas die Unerträglichkeit des Nacktseins mit seinen Entwürfen und Kreationen zu verhindern. So war er in der Pubertät auch der einzige, der die Frauen mit dem Spruch „Darf ich die anziehen“ rumkriegen wollte.

Dies ist Thomas im Laufe der Zeit mehr als gelungen. Und wohl unwissentlich haben sie es auch schon gesehen. Im Theater (Hamlet & Co) , in der Oper (Von A wie Rigoletto bis Z wie Le nozze di figaro) , im Fernsehen (MA 2412, im Reich der Reblaus, Stars in der Mange) oder beim Film (Poppitz, Ravioli, Midsummer Madness, und, und, und)

 Von Sir Beng Kingsley zu Herrn Herbert Haider!

Selbst die jährlich in den Weihnachtsferien stattfindende TV-Zirkusshow „Stars in der Manege“ hat er kostümtechnisch so erfolgreich betreut, dass er vom chinesischen Nationalzirkus eine Anfrage bekommen hat, der dortige Titel der TV-Show „Sars in der Manege“ konnte ihn jedoch nicht überzeugen. Aber nun sind wir wieder im Reich der Mitte, und Thomas erzählt mir in Lafang wie es zu seinem vorläufigen Karrierehöhepunkt kam.

Er wurde als Kostümausstatter für den neuen Film von Sir Beng Kingsley „Transsiberian“ engagiert. Auf Wolke sieben schwebend dachte Thomas Oláh nicht, dass es in seiner Karriere noch einen Stufe weiter gehen kann, doch in einer Drehpause sagte der geadelte Oscar-Preisträger zu Thomas Oláh: „Ich habe die Comedy Hirten mit Mörderisch damals in Zwettl gesehen, sie haben zwar Talent, aber sie sind so scheiße angezogen. Thomas das wäre doch eine Herausforderung“.

„Die Größe dieser Aufgabe käme dem Bau der Transsibirischen Eisenbahnstrecke gleich“, antwortet Thomas. Nach einer langen Nachdenkpause von fünf Minuten sagte er aber zu und trat mit den Comedy Hirten in Kontakt und erinnert sich mit Schaudern an seine erste modische Analyse der Comedy Hirten zurück.

Thomas Oláh über:

Herbert Haider: „Herbert Haider ist der klassische Anabolika Typ, der seine Figuren nach der Theorie  von Lee Strasberg nicht nur darstellt, sondern auch lebt. So wollte Herbert als Schwarzenegger aussehen wie 1974, als die „steirische Eiche“ Mr. Universe wurde,  gereicht hat es körperlich allerdings nur für die Governeurs-Ausgabe vom Jahr 2012.“

Peter Moizi: „Für ihn ist es schon ein modischer Quantensprung, wenn er einmal keine Fußballdress oder einen Trainingsanzug trägt. Er ist schon eher der metrosexuelle Typ bei den Comedy Hirten, ohne Hautcreme erscheint er praktisch nie bei der Probe. Er ist ein sehr gepflegter Mensch, vor allem innerlich.“

Gernot Kulis:  „Er hat einen langen Hals, den er allerdings mit Hilfe seiner langen Beine kaschiert. Seine interessanten Proportionen ergeben eine gute Straßenlage und sind ideal um auch Tiere zu parodieren. Gernot umgibt eine Aura wie sie sonst nur Leonardo di Caprio in Titanic hat, blauäugig und mit einem breiten Lächeln in den Untergang.“

Und über mich

Christian Schwab: „Würde ich als Art Kate Moos bei den Comedy Hirten bezeichnen, mit einem Schuss Amy Winehouse. In der Modeszene wird sein Style als heroinchic bezeichnet. Christian ist für seinen durchlebten Körper eigentlich noch viel zu jung.“

Es war für Thomas also noch viel schlimmer als gedacht, erzählt er mir nun in Lafang und so bricht er das Interview ab, um heimzukehren in seine Kostümwerkstatt - es gibt nämlich noch viel zu tun. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit werden Sie ab der „Ferngestört“-Premiere am 29. Jänner sehen.

Oder wie würde abschließend Sepp Schnorcher, der Alpen-Konfuzius, in einer Bauerregel sagen: „Wenn der Thomas Oláh ordentliche Kostüme für die Comedy Hirten näht, dann ist er wahrscheinlich aus dem Schneider.“

Mehr über den begnadeten Thomas Oláh  gibt es unter www.olah.cc

Interview: Christian Schwab für die Comedy Hirten Homepage live aus Lafang.

Zusatzinformation:
Für das Bühnenbild der Comedy Hirten zeichnet sich BERTRAM REITER (Prager Frühling, die Rosenkönigin, Wiener Blut uvm) verantwortlich.

 

Aktuelles:

FERNGESTÖRT DVD!

118 Lachminuten ab sofort im Handel!

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Aus- und Rückblick.

Tourdaten:

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