Freitag, 27. März 2009
Wir möchten keine Eisbären sein
Durch seinen Beruf als Sportreporter ist Peter Moizi der jenige von uns, der am meisten in der Weltgeschichte herumkommt, uns so hat Jet-Set Peter unsereinem, der kaum über St. Veit an der Glan oder das Waldviertel rauskommt, empfohlen für unsere Auftritte im Westen (Jenbach und Götzis) doch das Flugzeug zu nehmen, weil bequemer, auch billiger als Kilometergeld, sowieso und überhaupt. Bleibt noch die Umweltfrage. Gefährden die Comedy Hirten mit einem Kurzstreckenflug den ohnehin vom Aussterben bedrohten Eisbären nicht noch mehr? Pfeif auf den ökologischen Fußabdruck, der Flieger fliegt ja sowieso, egal ob wir mitfliegen oder nicht. Der Eisbär ist wirklich eine arme Sau. Doch wir sind nicht die einzigen in der Branche die sich dieser Problematik stellen müssen. Am Flughafen treffen wir auf Joesi Prokopetz, der unterwegs nach Rankweil ist. Joesi ist der diesjährige Gewinner des „Salzburger Stiers“, wir gratulieren und stellen fest, dass es wohl nie einen Kabarettpreis namens „Tiroler Eisbär“ geben wird.
Im Lokal des Jenbacher Veranstaltungszentrums genießen wir unseren Superstarstatus in vollen Zügen. Nach unsere Bestellung sagt der Kellner: „Macht’s zuerst den Soundcheck, es sind noch 40 Essen vor Euch“. Der Auftritt in Jenbach verläuft dann aber ganz nach unserem Geschmack, großartige und ausgelassen Stimmung im Publikum. Mitunter mag es auch an den Jugendfreunden von Herbert Haider, der nicht unweit von Jenbach, nämlich in Hall, aufgewachsen ist, liegen. Diese erzählen uns danach auch noch Gesichten über Herberts Anfänge, sowie seine Bundesheerabenteuer, vom 1. Offizier bis zum letzten Rekruten gab es scheinbar keinen, den Herbert nicht imitieren konnte, wir lachen Tränen.
Danke an allen Jenbachern für diesen schönen Abend, sowie auch allen, die heute ebenso ihren ökologischen Fußabdruck vergrößert haben und extra vom Brenner oder sogar von Salzburg angereist sind, um „Ferngestört“ mitzuerleben. So gehen die Comedy Hirten mit dem Bewusstsein 670 Leute zum Lachen gebracht, aber dafür einen Eisbären getötet zu haben, zu Bett. Auch hier ist halt das Hemd näher als der Rock, oder um es anders zu sagen Jenbach ist eben näher als die Arktis. Gute Nacht!
Liebe Grüße und bis bald,
Christian
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